Interessante Bücher zur Antike

Buecherstapel

 

 

Brot & Spiele. Gewalt und Unterhaltung im antiken Rom. Ein Film des Bayerischen Rundfunks, Regie: Elli G. Kriesch

"Panem et circenses" gehörten zum Programm der Volksbelustigung, das die römischen Kaiser inszenierten, um das Volk bei Laune zu halten. Zum Tode verurteilte Verbrecher, Kriegsgefangene oder auch Freiwillige wurden in Gladiatorenschulen trainiert, um im Zweikampf gegeneinander anzutreten. Die Sieger in diesem antiken "Showbusiness" wurden wie Helden gefeiert.

Kein anderes Monument in Rom ist über die Jahrhunderte hinweg so verankert wie das Kolosseum: der berühmteste Schauplatz der damaligen "Unterhaltungsindustrie". Im Jahre 80 n. Chr. erbaut, galt es als Wunderwerk der Technik und wurde als achtes Weltwunder gefeiert. Es ragte 50 Meter in die Höhe und fasste rund 50.000 Zuschauer. Hier übten die Gladiatoren ihr blutiges Handwerk aus. An einem Tag wurden oft bis zu 5.000 Tiere niedergemetzelt. Auch viele Christen fanden bei den Verfolgungen im 3. Jahrhundert n. Chr. hier den Tod, weil sie den Götter- und Herrscherkult ablehnten. Für das Volk war nicht nur der Eintritt war frei, auch Essen und Trinken wurden kostenlos verteilt. Neueste Ausgrabungen, Computeranimationen und die Methoden der experimentellen Archäologie erlauben einen ungeahnten Blick in die Welt des Kolosseums.

 

 

Angela, Alberto: Der faszinierende Alltag im Römischen Reich. Kaiser, Huren, Legionäre, München 2013 (Goldmann-Verlag)

Die Welt der Antike mit allen Sinnen erleben! Wir bewundern die farbenprächtigen Schilde der Legionäre in Germanien und die kunstvollen Körperbemalungen der schottischen Barbaren. Wir riechen das Parfum feiner Damen in Mailand und hören den Athener Steinmetzen bei der Arbeit zu ... Es ist ein kleiner Sesterz, der durch das römische Imperium rollt und all diese Orte und Schicksale miteinander verbindet. Folgen wir seiner Reise und tauchen wir ein in eine Welt, die unserer Gegenwart verblüffend ähnlich ist.

"Faktenreich, lebensnah, anschaulich – ein Buch, für das man sich auch begeistern wird, wenn man glaubt, schon vieles über das römische Imperium zu wissen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

 

Junkelmann, Marcus: Die Legionen des Augustus, Mainz/Rhein 1986, Kulturgeschichte der antiken Welt, Band 33 (Verlag Philipp von Zabern)

Dieses Buch erzählt von Roms Legionären, die einst die halbe Welt erobert haben: Als Augsburg 1985 sein 2000jähriges Stadtjubiläum feierte, wurde jener Feldzug der Augustusstiefsöhne Drusus und Tiberius im Jahre 15 v. Chr. gegen die Räter und Vindeliker wiederbelebt. Dr. Marcus Junkelmann zog mit sieben Kameraden von Verona über die Alpen nach Augsburg, wobei er diesen Römermarsch als eine genaue Rekonstruktion des antiken Vorbildes anlegte: Die Waffen, die Kleider, das Gepäck, das Schuhwerk, der Lagerbau und das Wacheschieben - alles war altrömisch - bis ins Detail! Es ist ihm gelungen, das Interesse einer breiten Öffentlichkeit an der alten Geschichte zu erregen. Zugleich ist der vorliegende Band ein umfassendes Sachbuch zur römischen Armee der frühen Kaiserzeit: Junkelmann schildert nicht nur auf spannende Weise den als persönliches Abenteuer erlebten Marsch, sondern erschließt in weiteren Kapiteln interessante Themenbereiche wie Organisation, Stärke, soziale Zusammensetzung der römischen Armee sowie den militärischen Alltag. Anhand von zahlreichen Abbildungen werden alle Waffen und Ausrüstungsgegenstände eingehend erläutert, und gerade in den Bereichen der praktischen Kriegsführung Strategie und Taktik vermittelt Junkelmanns Darstellung überraschende Ergebnisse. Dieses Buch ist spannende Erzählung und zugleich exakte Dokumentation - ein Beispiel moderner Geschichtsschreibung.

 

 

Parigger, Harald: Der Dieb von Rom, Würzburg 2004 (Arena-Verlag)

Italien im Jahr 23 v. Chr.

Die Eltern des 15-jährigen Marius haben ihr Landgut verloren und nun bleibt ihnen nur eines: Sie müssen in die Hauptstadt. Das Leben in den Elendsvierteln von Rom ist alles andere als einfach. Ohne die Hilfe ihres findigen griechischen Sklaven Alexios würde Marius' Familie kaum überleben können – und daneben aalen sich die einflussreichen Bürger Roms in Wohlstand und Luxus! Aufgebracht schwört sich Marius, es den reichen Patriziern zu zeigen und sich ein geheimnisvolles Doppelleben zuzulegen. Im Schutz der Dunkelheit wird der arme Plebejerjunge zum gefährlichen "Dieb von Rom", dessen tollkühne Streifzüge schon bald in der ganzen Stadt für Gesprächsstoff sorgen!

Harald Parrigers historischer Kriminalroman verbindet Spannung mit augenzwinkerndem Lesespaß und grpßer Sachkenntnis. 

 

 

Stöver, Hans Dieter, und Michael Gechter: Report aus der Römerzeit. Vom Leben im römischen Germanien, Würzburg 1994 (Arena-Verlag)

In zehn spannenden Szenen schildert ein Experte für römische Geschichte, Hans Dieter Stöver, den Alltag im römischen Germanien. Beginnend bei Atto, einem germanischen Späher in römischen Diensten, über das Schicksal seiner Nachfahren führt er durch das römische Germanien und seine wechselvolle Geschichte.

Der Archäologe Michael Gechter erläutert die Texte, informiert über Orte der Handlung, geschichtliche Hintergründe und Aspekte des damaligen täglichen Lebens. Zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen und Skizzen veranschaulichen die Erläuterungen. Ein farbiges Bild vom Leben im römischen Germanien!

 

 

Thiel, Kirsten und Birgit Gläser: Mächtiges Rom. Große Kulturen, glanzvolle Epochen, Stuttgart-Zürich-Wien 2001 (Verlag Das Beste)

In etwas mehr als einem Jahrtausend entsteht zwischen 753 v. Chr. und 476 n. Chr. aus einer kleinen Gruppe von Dörfern um Christi Geburt in Latium ein riesiges Weltreich, das sich von Schottland bis Mesopotamien und von der Sahara bis zu den Karpaten über fast 3,5 Mio. m² erstreckt. Sein politisches Zentrum liegt am Mittelmeer, in der Stadt Rom, die sich um Christi Geburt auf dem Höhepunkt ihrer Macht befindet.

Das Reich besteht aus zahlreichen Provinzen, die unter der Schirmherrschaft des Kaisers stehen. Jedes eroberte Gebiet behält seine Eigenständigkeit, wobei Rom für alle Regionen des Reiches Vorbild ist. Unter römischem Einfluss entstehen nach und nach blühende Städte, die durch ein eindrucksvolles Straßennetz miteinander verbunden sind. Die reichsten Männer haben einen Sitz im örtlichen Senat und lassen öffentliche Bauwerke errichten - Aquädukte, Thermen, Theater und Amphitheater, die wir auch heute noch in großer Zahl bewundern können.

In der römischen Welt entwickelt sich ein blühender Handel mit Getreide, Wein und Olivenöl sowie eine ganz auf die Bedürfnisse des Reiches zugeschnittene Wirtschaft, die durch die Einheitswährung und die Gültigkeit des römischen Rechts in allen Regionen des Reiches entscheidend gefördert wird.

Die römische Zivilisation hat das Kunststück vollbracht, die Völker zu einen, ohne jedoch die kulturellen Unterschiede auszumerzen. Von daher rührt die erstaunliche Stabilität dieses Reiches, von daher auch seine Beständigkeit und nicht zuletzt sein Ansehen, das so groß war, dass die germanischen Fürsten bis zu den ottonischen Kaisern sich als Fortführer der römischen Tradition verstanden.

Die Grundlage für dieses Buch bildet eine gekürzte Ausgabe des im Jahr 1978 erschienenen Werkes "History of Rome" von Michael Grant. Dieser in der ganzen Welt bekannte englische Historiker hat mehr als hundert Bücher über die römische Zivilisation geschrieben. Bereichert und ergänzt wird sein Text durch Darstellungen u. a. über Kunst, Religion, Handwerk, Handel natürlich das Alltagsleben der römischen Bürger.

 

 

 

Diese Leseecke wird in regelmäßigen Abständen erneuert. Alle Titel gibt es auch in der Schulbibliothek.